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Neuenkirchen, das 1285 erstmals urkundlich als "Nienkerken"
erwähnt wurde, ist wahrscheinlich identisch mit
dem slawischen Dorf Damme (1248 als Damme erwähnt).
Dieser Flurname bedeutet "Eichengehölz".
Wie seine Ortsteile Leist und Wampen und andere Dörfer
um Greifswald war es im Besitz des Klosters Eldena bis
es im Jahre 1634 vom letzten Pommern-Herzog Bogislaw
XIV. der Universität geschenkt wurde. Die Entstehung
der Ortsteile Leist und Wampen geht auf Anfang des 13.
Jahrhunderts zurück.
Die
Gemeinde Neuenkirchen führt ein geteiltes Wappen.
Oben in Blau - drei goldene Eichhörnchen, die auf
das Wappen der ehemals in Neuenkirchen ansässigen
Familie von Wampen verweisen.
Landbuch Pommern - Auszüge aus der II. Hälfte
des 19. Jahrhunderts finden Sie hier
Die Familie benannte sich nach dem Ortsteil Wampen.
Im Turmraum der 1285 erbauten Kirche befinden sich drei
Grabplatten, die wahrscheinlich früher im Kloster
Eldena aufbewahrt wurden. Eine von diesen Platten ist
die des Hermann von Wampen III. Der 2,17 m hohe und
1,16 m breite Kalkstein ist neben einer Umschrift, die
das Jahr 1383 nennt, auch mit drei Eichhörnchen
geziert. Die Familie von Wampen gehört zu den ältesten
adligen Familien Greifswalds und trug entscheidend zur
Entwicklung der Gemeinde bei.
Das schwarze Kreuz im unteren Teil verweist auf den
Ortsnamen Neuenkirchen und steht symbolisch auch für
die Dorfkirche.
Die goldene Pflugscharre, mit der das Kreuz belegt
ist, symbolisiert die Landwirtschaft als wichtigsten
Erwerbszweig in der Vergangenheit und in der Gegenwart
der Gemeinde.
Heute ist Neuenkirchen von der Einwohnerzahl her die grösste
Gemeinde des Amtsbereiches und verfügt über eine
gut ausgebaute Infrastruktur. Darüber hinaus verfügt
Neuenkirchen als eines der wenigen Dörfer in der Region
über ein gut ausgelastetes, breit gefächertes Gewerbegebiet.
An der verbundenen Haupt- und Realschule mit Grundschule
lernen Schüler aus allen Ortsteilen und aus Nachbargemeinden.
Die Gemeinde betreibt eine Kindertagesstätte und besitzt
eine bestens ausgerüstete Freiwillige Feuerwehr. Neuenkirchen
ist auch Sitz des Amtes Landhagen.
Die aus dem 14. Jahrhundert stammende, stattliche Dorfkirche
mit dem gegenüberliegenden rohrgedeckten, in Fachwerkbauweise
errichteten Pfarrhaus aus dem 18. Jahrhundert sind wie das
am westlichen Ortsrand gelegene moderne Einkaufszentrum Anziehungspunkte
für den Besucher Neuenkirchens.
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