Das Herzstück der Region –
Die 9 Gemeinden

Umgeben von der Ostsee und malerischer Natur stellt das Amt Landhagen einen idealen Standort für Innovation und Lebensqualität dar. Die 9 Gemeinden bilden zusammen mit der Universitäts- und Hansestadt Greifswald das Herz der Region: Behrenhoff, Dargelin, Dersekow, Hinrichshagen, Levenhagen, Mesekenhagen, Neuenkirchen, Wackerow und Weitenhagen.

Behrenhoff –
Ein idyllisches Dorf mit historischem Charme

Der Ort Behrenhoff, der erstmalig urkundlich im Jahre 1249 als Buztorp erwähnt und im Jahre 1804 in Behrenhoff umbenannt wurde, liegt 12km südlich von der Universitätsstadt Greifswald in einer landschaftlich schönen und historisch interessanten Wohngegend..

Wer Behrenhoff besucht, trifft gleich auf die altehrwürdige Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert sowie auf den daneben gelegenen Park aus dem 19. Jahrhundert.

Die Kirche erstrahlt nach umfangreicher Restaurierung in neuem Glanz und zieht jedes Jahr viele Besucher an, die besonders das Kircheninnere mit seinen Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert mit dem bekannten „Höllentier“ an der Nordwand des Chores bewundern.

Mit dem Landschaftspark, der im Auftrage derer von Behr im Jahre 1840 angelegt wurde, hinterließ der bekannte Gartenarchitekt Lenné der Nachwelt ein gärtnerisches Kunstwerk mit dendrologisch wertvollen Exoten. Besucher erfreuen sich stets aufs Neue an den Frühblüherteppichen und der Rhododendronblüte.

Ein weiterer Blickfang des Dorfes sind die eindrucksvollen Landarbeiterwohnhäuser, die in den 1860er Jahren Graf Carl Felix Woldemar von Behr und in den 1920er Jahren Graf Carl Friedrich Felix von Behr bauen ließen und die dem Ort noch heute einen gewissen Charme verleihen.

Auch die inzwischen fast 70 Jahre alten Bodenreformhäuser und Wohnhäuser aus der DDR- Zeit haben die meisten „Alt- Behrenhoffer“ oder Neueigentümer mit Herzblut und Ausdauer modernisiert.

Auf Grund seiner landschaftlich reizvollen Lage sowie seiner Geschichte entwickelte sich Behrenhoff seit den 1990er Jahren zu einem beliebten Wohnort im Grünen mit vielen neuen Einwohnern und ihren Eigenheimen, deren individueller Stil das Bild Behrenhoffs und seiner Ortsteile bereichert. Der Zuzug junger Familien mit Kindern, die im Kindergarten „Die Parkwichtel“ betreut werden können, belebt die. Gemeinde.

Eine Veränderung des Dorfbildes stellen die neu errichtete Pflegelandschaft von Ora Cura sowie die behindertengerechten Wohnungen entlang des Kleinbahndamms dar. Der im Jahre 2018 angelegte Mehrgenerationenspielplatz neben dem Schwanenteich lädt als Treffpunkt für Jung und Alt zum Entspannen, Trainieren und Kennenlernen ein.

Die Mehrzahl der Einwohner hat Ihre Arbeitsstelle außerhalb von Behrenhoff gefunden, sie schätzen aber die gute Infrastruktur des Dorfes. In Behrenhoff existieren heute ein landwirtschaftlicher Hofladen, ein Lebensmittelgeschäft mit einer Postagentur, ein Friseurgeschäft sowie die Arztpraxis von Dr. Konschake. Neben der Entwicklung des Landgutes gründeten Einwohner der Gemeinde Handwerksfirmen und Serviceunternehmen.

Viele kulturelle und sportliche Traditionen werden fortgesetzt, neue entwickeln sich. Bereits seit 1943 hat Behrenhoff eine eigene Fußballmannschaft. Sie spielte seit den 1960er Jahren erfolgreich im regionalen Bereich. Seit 2019 spielen die Fußballer nun für den Sportclub Landhagen. Im Behrenhoffer Sportverein halten sich zwei Damengruppen fit, die Tennisspieler können den Tennisplatz von Mai bis Oktober nutzen. Auch die tanzfreudigen Mädchen „Die Stellas“ sind Mitglieder des Sportvereins und trainieren wöchentlich für ihre Auftritte.

Für die Einwohner der Gemeinde organisiert der Kulturausschuss die beliebten Parkfeste und Weihnachtsmärkte. Auch zu Skatabenden und zum Töpfern wird eingeladen. Vielfältig ist auch das Programm für die Senioren und Vorruheständler.

Bei allen Veranstaltungen gewährleistet die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde, die zu einer der ältesten und modernsten Feuerwehren in M-V zählt, die entsprechende Sicherheit.

Dorfansichten und Nordamerikanischer Tulpenbaum und seine Blüten

Dargelin –
Eine Gemeinde mit Geschichte und landwirtschaftlichem Erbe

Dargelin bietet eine harmonische Mischung aus Tradition und Moderne. Die Megalithgräber und historischen Hofanlagen zeugen von der langen Geschichte des Ortes. Mit der guten Anbindung an die L35 ist Dargelin ideal für Pendler, die das Leben auf dem Land mit der Nähe zu Greifswald verbinden möchten. Die ruhige Lage und die ländliche Idylle machen Dargelin zu einem attraktiven Ort für Familien. Dargelin bietet eine harmonische Mischung aus Tradition und Moderne. Die Megalithgräber und historischen Hofanlagen zeugen von der langen Geschichte des Ortes. Mit der guten Anbindung an die L35 ist Dargelin ideal für Pendler, die das Leben auf dem Land mit der Nähe zu Greifswald verbinden möchten. Die ruhige Lage und die ländliche Idylle machen Dargelin zu einem attraktiven Ort für Familien.

Der slawische Ortsname Dargelin wurde erstmals 1248 erwähnt. Wenige Jahrzehnte nach seiner Gründung gelangte der Ort 1284 durch eine Schenkung des Pommern-Herzogs Bogislaws IV. an die Stadt Greifswald, in deren Besitz er bis 1945 verblieb. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Dargelin von verschiedenen Pächtern und Verwaltern geführt. Besonders im 16. Jahrhundert bestand der Ort aus 30 Landhufen, zwei Katen, einem Krug und einer Mühle.

Schwere Verwüstungen erlebte Dargelin während des Dreißigjährigen Krieges, als 1637 Truppen des schwedischen Generals Banör durch das Land zogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Bodenreform 1945 entstanden hier etwa 20 Neubauernstellen, die sich später zu einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) zusammenschlossen.

Heute umfasst Dargelin die Ortsteile Alt Negentin, Neu Negentin, Sestelin und Dargelin Hof. Wie schon in früheren Jahrhunderten prägt auch heute die Landwirtschaft das Bild der Gemeinde. Auch wenn viele Einwohner nach der Wende 1989 neue Erwerbsquellen finden mussten, bietet die Lage an der L35 viele Möglichkeiten.

Die Kinder der Gemeinde besuchen die Grundschule in Dersekow sowie weiterführende Schulen in Gützkow oder Greifswald. Die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde sorgt für die Sicherheit und spielt eine wichtige Rolle im Gemeindeleben.

Die Gegend rund um Dargelin ist auch historisch interessant. Besonders bemerkenswert sind die Megalithgräber im Süden der Gemarkung und zwischen Alt und Neu Negentin. Diese aus Großsteinblöcken errichteten Grabanlagen stammen von den frühen Bewohnern der Region, die vor über 4000 Jahren hier siedelten. Wer auf Entdeckungsreise geht, kann auf einer Wanderung durch die Region diese faszinierenden Zeugnisse der Frühgeschichte erkunden.

Dersekow –
Eine große Gemeinde mit reichlich Geschichte und Kultur

Dersekow, die flächenmäßig größte Gemeinde des Amtes Landhagen, bietet eine ausgezeichnete Infrastruktur mit einer Grundschule und zahlreichen Betrieben. Der Ort, geprägt von seiner landwirtschaftlichen Tradition und dem kulturellen Leben, das durch den Karnevalsverein und den Sportverein belebt wird, ist ideal für Naturliebhaber und Pendler. Sehenswürdigkeiten wie die historische Kirche und das Hünengrab in Klein Zastrow machen die Region besonders für Geschichtsinteressierte attraktiv.

Die Ursprünge von Dersekow reichen weit zurück, mit einer ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1218. Archäologische Funde, wie das Hünengrab in Klein Zastrow und die Zastrower Frauenfigur, belegen eine frühe Besiedlung der Region. Die Geschichte des Ortes ist stark mit den Adelsgeschlechtern von Blixen und von Zastrow verbunden, die den Ort im 13. Jahrhundert geprägt haben.

Heute bietet Dersekow eine gut funktionierende Infrastruktur mit einer Grundschule, die auch einen Hort umfasst, sowie einer Kindertagesstätte. Mehrere Unternehmen, insbesondere landwirtschaftliche Betriebe, prägen die wirtschaftliche Landschaft.

Das kulturelle Leben wird von langjährigen Vereinen wie dem Karnevalsverein und dem Sportverein, der Sportarten wie Fußball, Reitsport und Frauengymnastik umfasst, getragen. Ein Jugendclub und ein gemischter Chor bereichern das Dorfleben zusätzlich. Die Freiwillige Feuerwehr sorgt für die Sicherheit der Gemeinde und ist ein wichtiger Bestandteil der Dorfgemeinschaft.

Die wunderschöne Natur, das Schwingetal und die vielen Wälder bieten hervorragende Voraussetzungen für ein Leben im Grünen und machen Dersekow zu einem idealen Wohnort für Familien und Naturliebhaber.

Hinrichshagen –
Ruhige Lage vor den Toren Greifswalds

Hinrichshagen, ebenfalls unweit von Greifswald entfernt, bietet eine ländliche Idylle inmitten von Feldern und Wiesen. Die ruhige Lage ist perfekt für alle, die die Nähe zur Stadt mit einem Leben auf dem Land verbinden möchten. Die landwirtschaftlich geprägte Umgebung und das Evangelische Kinderheim, das eine lange Tradition hat, prägen das Dorf. Hinrichshagen ist eine starke Dorfgemeinschaft, die sich durch ihren engen Zusammenhalt und ihre ruhige Atmosphäre auszeichnet. Der Ort Hinrichshagen wurde 1248 erstmals urkundlich als „Henrikeshaghen“ erwähnt. Die Siedlung entstand durch Rodung und Trockenlegung von Wäldern und Sumpfgebieten, die sich zu Beginn des 13. Jahrhunderts nördlich und südlich des Rycks befanden und im Besitz des Klosters Eldena waren. Der Name des Ortes geht auf den Gründer des Dorfes zurück.

Im Jahr 1668 ging Hinrichshagen in den Besitz der Universität Greifswald über. Ein Teil des Besitzes, der sogenannte Freischulzenhof, verblieb jedoch im Familienbesitz und wechselte mehrfach den Besitzer. 1932 wurde dieser Freischulzenhof aufgesiedelt und in 32 Rentengüter aufgeteilt, die die Grundlage für die Chausseesiedlung, Heimsiedlung und Feldsiedlung bildeten. Diese Siedlungsstruktur hat sich bis heute nahezu unverändert erhalten.

Mit der Eröffnung des Evangelischen Kinderheims im Jahr 1965, das sich im ehemaligen Gutshaus befindet, wurde Hinrichshagen zu einem wichtigen sozialen Zentrum der Region. 1991 wurde die Einrichtung dem Diakonischen Werk der Pommerschen Evangelischen Kirche angegliedert und bietet heute Kindern mit geistiger Behinderung eine wichtige Anlaufstelle.

Dank seiner Lage, direkt vor den Toren Greifswalds, hat sich Hinrichshagen seit den 1990er Jahren zu einem beliebten Wohnort entwickelt. Besonders die Chausseesiedlung hat sich stark vergrößert. Die ruhige und naturnahe Umgebung ist für Pendler und Familien gleichermaßen attraktiv.

Die Freiwillige Feuerwehr sorgt für die Sicherheit der Gemeinde und spielt eine zentrale Rolle im Gemeindeleben.

Levenhagen –
Historische Wurzeln und moderne Infrastruktur

Levenhagen, nur wenige Kilometer von Greifswald entfernt, besticht durch seine historische Kirche aus dem 13. Jahrhundert und die charmante Wallfahrtskapelle. Die landwirtschaftliche Tradition trifft auf moderne Einrichtungen wie das Sport- und Freizeitzentrum „Auszeit Hotel“, das sowohl für Einheimische als auch für Besucher attraktiv ist. Mit einer sehr guten Anbindung und einer starken Infrastruktur ist Levenhagen ein idealer Ort für Familien und Pendler, die das Leben in einer ruhigen Umgebung suchen.

Die Gemeinde Levenhagen liegt mit den Ortsteilen Alt Ungnade, Boltenhagen, Heilgeisthof, Levenhagen, Levenhagen Hof I und Hof II in 5 km Entfernung und somit in unmittelbarer Nachbarschaft zur Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Mit der Fertigstellung des Radwegs nach Greifswald entlang der Landesstraße nach Grimmen können die Gemeinde und deren Sehenswürdigkeiten nun sicher und komfortabel erreicht werden.

Die Orte Levenhagen und Alt Ungnade wurden 1280 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname Levenhagen ist wahrscheinlich eine Ableitung der niederdeutschen Form des Familiennamens „Löwe“. Nach Durchsetzung der Reformation schenkte Pommernherzog Bogislaw XIV 1634 einen großen Teil der Ländereien, die das Kloster Eldena in Levenhagen, Alt Ungnade, Boltenhagen und Heilgeisthof besessen hatte, der „Academie zu Greifswald“. Der Grund und Boden wurden von der Universität ausschließlich zur landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet.

Noch heute dominiert in allen Ortsteilen der Gemeinde die landwirtschaftliche Produktion. Neben der Feuerwehr gibt es Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe sowie einen Hofladen, der regionale Produkte wie Fleisch, Honig und weitere Köstlichkeiten anbietet. Mit dem Sport- und Freizeitzentrum „Auszeit Hotel“ mit angeschlossenem Motel und Bistro wird ein Beitrag zur touristischen Vermarktung der Gemeinde und des Umlandes geleistet.

Im Zentrum des Ortes befindet die Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Unmittelbar davor befindet sich eine kleine Wallfahrtskapelle aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Levenhagen war vom 15. Bis zum 17. Jahrhundert ein Pilgerort. Durch Opfergaben, die die Pilger in der Kapelle niederlegten, erhofften sie Heilung von Ihren Leiden. Heutzutage können die Gebäude und das Gelände mit Hilfe einer App digital erkundet werden.

Mit einer Fläche von knapp 13 km² und einer Einwohnerzahl von ca. 400 Einwohnern gehört Levenhagen zu den kleineren Gemeinden im Amt Landhagen.

Mesekenhagen –
Eine idyllische Boddengemeinde mit historischem Charme

Mesekenhagen ist eine malerische Boddengemeinde, die sich durch ihre attraktive Wald- und Wässernähe auszeichnet. Die historische Kirche in Gristow aus dem 14. Jahrhundert und der Naturerlebnispark Gristow, bekannt für das Tonnenabschlagen zu Pferde, ziehen jährlich zahlreiche Besucher an. Der Ort hat sich von landwirtschaftlichen und fischereibezogenen Tätigkeiten zu einem beliebten Wohnstandort entwickelt. Die Erholungsgebiete wie Wanderwege und der Tierbestand im Naturpark machen Mesekenhagen zu einem idealen Ort für Naturfreunde und Erholungssuchende.

Mesekenhagen entstand 1950 aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden Frätow, Gristow und Mesekenhagen. Gristow wurde bereits 1248 erstmals urkundlich erwähnt, gefolgt von Karrendorf (1301), Kowall (1307), Frätow (1322) und Mesekenhagen (1325). Zu den ältesten Gebäuden der Region gehört die historische Kirche in Gristow, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde.

Über Jahrzehnte war die Region von Landwirtschaft und Fischerei geprägt, doch seit den 1990er Jahren hat sich Mesekenhagen zunehmend zu einem attraktiven Wohnstandort entwickelt. Besonders die Nähe zum Wasser und die idyllische Lage im Vorpommerschen Boddenland haben zur positiven Entwicklung beigetragen. Die gute Anbindung, eine Kindertagesstätte, Einkaufsmöglichkeiten und Hotels sorgen für eine hohe Lebensqualität.

Ein besonderes Highlight ist der Naturerlebnispark Gristow, der jährlich das bekannte Tonnenabschlagen zu Pferde veranstaltet. Der Park, direkt an der B105 gelegen, bietet auf einer Fläche von rund 70 Hektar zahlreiche Erholungsmöglichkeiten. Mit 9 km Wanderwegen durch verschiedene Biotope, Spielplätzen, Streichelgehegen, einem Verkehrsgarten und einem Bauerngarten ist der Park ein beliebter Ausflugsort für Groß und Klein. Rund 300 Tiere – von Schafen, Ziegen, Pferden bis hin zu Damwild – können hier beobachtet werden.

Ein weiteres kulturelles Highlight ist die Gristower Kirche, die nach umfangreichen Sicherungsmaßnahmen seit 1996 wieder für Veranstaltungen genutzt wird. Die Kirche, die im 14. Jahrhundert erbaut wurde und seit 1976 gesperrt war, ist heute ein Ort der Stille, der aber auch für Kunstveranstaltungen, Konzerte und Lesungen genutzt wird. Sie bildet eine Brücke zwischen Tradition und Moderne und trägt zur kulturellen Vielfalt von Mesekenhagen bei.

Dank des einzigartigen Naturerlebnisses und der gemütlichen Dorfgemeinschaft hat sich Mesekenhagen zu einer sehenswerten Boddengemeinde entwickelt, die sowohl für Naturliebhaber als auch für Ruhe suchende Pendler und Familien ein ideales Zuhause bietet.

www.mesekenhagen.de
www.nep-gristow.de
www.gristower-kirche.de

Neuenkirchen –
Tradition, Kultur und moderne Entwicklung vereint

Neuenkirchen, bekannt für seine historische Dorfkirche und das Grab von Thomas Thorild, einem schwedischen Philosophen, bietet heute eine ausgezeichnete Infrastruktur. Mit einer gut etablierten Gewerbezone und einer modernen Schule am Bodden, die iPad-Klassen und Medienbildung integriert, ist der Ort besonders für Familien und Pendler attraktiv. Die Freiwillige Feuerwehr und zahlreiche Vereine fördern das kulturelle Leben. Durch die Nähe zum Greifswalder Bodden hat Neuenkirchen zudem viel zu bieten, sowohl für Freizeitaktivitäten als auch für Naturerlebnisse.

Neuenkirchen, das 1285 erstmals urkundlich als „Nienkerken“ erwähnt wurde, ist wahrscheinlich identisch mit dem slawischen Dorf Damme (1248 als Dammae erwähnt). Dieser Flurname bedeutete „Eichengehölz“.

Die Entstehung der Ortsteile Leist und Wampen geht auf Anfang des 13. Jh. zurück. Leist wurde als slawisches Dorf Lestnice bereits 1207 urkundlich erwähnt, der Name des Dorfes Wampen (1207 als Wampand) ist wahrscheinlich dänischen Ursprungs.

Neuenkirchen mit seinen Ortsteilen Leist und Wampen war im Besitz des Klosters Eldena bis es im Jahre 1634 vom letzten Pommernherzog Bogislaw XIV. der Universität geschenkt wurde.

Der heutige Ortsteil Oldenhagen war ehemals ein Hof, den die Universität 1867 auf einem Feld, genannt Oldenhagen, anlegte und verpachtete.

Im 19. Jh. existierten 7 Bauernhöfe, die verpachtet waren. Zusätzlich gab es eine Reihe Büdner- und Handwerkerstellen sowie ein Gut von 350 ha. Im Zuge der Bodenreform gingen 1945 die Bauernhöfe in den Besitz der Pächter über, das Gutsland wurde an Flüchtlinge und ehemalige Tagelöhner verteilt. Im ersten Viertel des 20. Jh. entstand in Neuenkirchen die „Kolonie“, eine Wohnsiedlung südlich des alten Dorfkernes.

Heute ist Neuenkirchen von der Einwohnerzahl her die größte Gemeinde des Amtsbereiches und verfügt über eine gut ausgebaute Infrastruktur. Nach der politischen Wende 1989 entwickelte sich der vor den Toren Greifswalds, teilweise am Greifswalder Bodden gelegene Ort zu einem attraktiven, gefragten Platz für Eigenheimsiedlungen. Darüber hinaus verfügt Neuenkirchen über ein gut ausgelastetes, breit gefächertes Gewerbegebiet mit einem modernen Einkaufszentrum. Viele Handwerks- und Gewerbebetriebe siedelten sich an. Es gibt es eine Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin, Physiotherapie u.v.m.

Die Kita „Krümelkiste“ und der dazugehörige Hort sind in Trägerschaft der Gemeinde. Mit 184 Plätzen sorgt sie für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Die Schule am Bodden ist eine Regionale Schule mit Grundschule und Referenzschule für Medienbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Ab der Klassenstufe 7 wird mit iPad-Klassen in einer 1-zu-1-Lösung unterrichtet.

Der Jugendclub im Gemeindezentrum von Neuenkirchen bietet viele kostenlose Freizeitmöglichkeiten.

Die Freiwillige Feuerwehr ist eine bestens ausgerüstete Stützpunktfeuerwehr mit ca. 37 aktiven Mitgliedern sowie einer Kinder- & Jugendfeuerwehr.

Neuenkirchen hat eine Vielfalt von Vereinen, dazu zählen:

  • Der Fußballsportverein „FSV Fortuna 90 Neuenkirchen“
  • Der Judosportverein e. V.
  • Der Glockenverein
  • Regionalverband Landfrauen Landhagen e.V.
  • Der RSC „Greifswalder Bodden“
  • Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen
  • Buddhismus Verein Hoa Vo Uu Vorpommern e.V.
  • Tennisclub Neuenkirchen 1998 e.V.

Die aus dem 14. Jh. stammende, stattliche Dorfkirche mit dem gegenüberliegenden rohrgedeckten, in Fachwerkbauweise errichteten Pfarrhaus aus dem 18. Jh. ist Anziehungspunkt für die Besucher Neuenkirchens. Über die Grenzen ihres Heimatortes hinaus bekannt ist auch heute der Name der plattdeutschen Dichterin Alwine Wuthenow, die als Tochter des damaligen Pfarrers im Jahre 1820 in Neuenkirchen geboren wurde.

Auf dem Neuenkirchener Friedhof ist das Grab des schwedischen Philosophen und Dichters Thomas Thorild, der von 1795 bis zu seinem Tode 1808 als Bibliothekar und Professor für schwedische Literatur an der Universität Greifswald wirkte, noch heute eine vielbesuchte Stätte seiner schwedischen Landsleute auf ihrer Reise durch Vorpommern. Ihm zu Ehren benannte die Gemeinde den davorliegenden Platz nach seinem Namen und widmete ihm ein Denkmal.

Wackerow –
Historisches Dorf zwischen Natur und Moderne

Wackerow blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Steinzeit reicht. Die archäologischen Funde und die Kapelle in Jarmshagen, die vermutlich um 1420 erbaut wurde, zeugen von der historischen Bedeutung des Ortes. Durch die Nähe zu Greifswald hat sich Wackerow nach 1990 zu einem attraktiven Wohnstandort entwickelt, mit einer positiven Einwohnerentwicklung.

Die landschaftliche Schönheit des Gebiets zwischen dem Ryck und den idyllischen Wiesen und Reedfeldern am Steffenshäger Eichwald macht Wackerow besonders für Naturliebhaber und Pendler attraktiv. Der Jakobsweg Via Baltica und der Ostseeküstenradweg führen durch die Gemeinde und bieten zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen und Fahrradtouren.

Für die Gemeinde Wackerow gibt es Besiedlungsnachweise die bis in die Steinzeit zurückreichen. Archäologische Grabungen belegen, dass das Gebiet durch die Lage am Ryck mit seinem Zugang zur Ostsee seitdem durchgängig besiedelt war. Bis 1325 war das Land Teil des Fürstentum Rügens und ging dann an das Herzogtum Pommern. Bis zur Reformation gehörten die Dörfer der Gemeinde zum Kloster Eldena und gingen späteren die Stadt und die Universität Greifswald. Über Jahrhunderte waren Land- und Forstwirtschaft die Haupterwerbszweige und haben so die heutige Kulturlandschaft geprägt. Nach 1990 entwickelte sich die Gemeinde aufgrund ihrer stadtnahen Lage zu einem attraktiven Wohnstandort in unmittelbarer Nachbarschaft zu Greifswald. Auch die Ansiedlung von Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben, die Infrastruktur, eine Kita, die Feuerwehr, und Einkaufsmöglichkeiten sowie die Schule im Nachbarort Neuenkirchen haben die positive Einwohnerentwicklung begünstigt.

Land- und Forstwirtschaft sind weiterhin wichtige Erwerbszweige in der Gemeinde. Die Gemeinde Wackerow bietet ihren Einwohnern und Gästen landschaftliche Schönheit zwischen den idyllischen Uferlandschaften am Rienegraben und der Beek sowie dem Ryck mit seinen Wiesen und Reedfeldern am Steffenshäger Eichwald.

Der Jakobsweg Via Baltica verläuft aus Greifswald kommend auf dem alten Bahndamm „Greifswald-Tribsees“ durch die Gemeinde Wackerow weiter in Richtung Rostock. Der Ostseeküstenradweg führt von Stralsund und der Insel Rügen auf der denkmalgeschützten Allee der ehemaligen Fernverkehrsstraße 96 durch die Gemeinde nach Greifswald. Der europäische Fernwanderweg E 9 führt durch die Steffenshäger Heide und vorbei am Kleinen Kieshofer Moor.

Das im Norden der Gemeinde liegende Naturschutzgebiet Großes Kieshofer Moor wurde bereits 1938 unter Schutz gestellt.

Das älteste Gebäude  ist vermutlich die Kapelle Jarmshagen die um 1420 errichtet wurde.

Weitenhagen –
Eine Gemeinde mit Geschichte und wachsendem Potential

Weitenhagen, mit einer Geschichte, die bis ins Jahr 1280 zurückreicht, bietet heute eine ausgezeichnete Lebensqualität inmitten der schönen Boddenlandschaft. Die Weitenhägener Kirche und das Küsterhaus, das 1795 errichtet wurde, sind historische Sehenswürdigkeiten, die den Charme des Ortes ausmachen.

Die landschaftliche Lage, umgeben von Wäldern und Wiesen, macht Weitenhagen besonders attraktiv für Pendler und Familien. Das Sölkensee-Naturschutzgebiet mit dem seltenen Moorfrosch ist ein Highlight für Naturliebhaber. Weitenhagen ist heute eine wachsende Gemeinde, die durch ihre gute Anbindung und Infrastruktur zu einem beliebten Wohnort geworden ist.

Die Ersterwähnung Weitenhagens datiert aus dem Jahre 1280, das zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Klosters Eldena war. Diedrichshagen wurde 1271 erstmalig als „Diderichshagen“ urkundlich erwähnt. Der Name geht auf den Gründer der Siedlung zurück, die auf gerodeten Waldflächen entstand. Den Ort Guest gibt es etwa ebenso lange.

1626 wurde Weitenhagen an die Universität Greifswald übergeben. Grubenhagen gelangte im gleichen Jahr und Schönwalde 1634 in den Besitz der Greifswalder Hochschule. Der Dreißigjährige Krieg zog Weitenhagen ebenso wie viele andere Dörfer der Region in Mitleidenschaft. Es wurde nahezu zerstört.

In den folgenden Jahrhunderten waren die Landwirtschaft und das Handwerk die bestimmenden Erwerbszweige in Weitenhagen. Das Leben der meisten Einwohner war von Armut gekennzeichnet und viele waren gezwungen, auf den Gütern in Grubenhagen und Schönwalde zusätzlich Dienste zu verrichten. Sowohl Diedrichshagen als auch Guest waren typische Gutsdörfer, und über die Jahrhunderte hinweg prägte die Landwirtschaft das Bild der Gemeinde. Die meisten Einwohner verdienen ihren Lebensunterhalt in der näheren und weiteren Umgebung. Die günstige Entfernung zur Hansestadt Greifswald stellt hierfür einen Vorteil dar.

Das Bild von Weitenhagen und seiner Ortsteile hat sich erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jhs. grundlegend geändert. Am südlichen Stadtrand von Greifswald in landschaftlich reizvoller Umgebung gelegen und ausgestattet mit einer guten Infrastruktur, ist die Gemeinde ein beliebtes Ausflugsziel und ein bevorzugter Wohnstandort. Die Lage des Ortes, umgeben von Wäldern und Wiesen, ist für viele Städter reizvoll.

Für die Betreuung der jüngsten Einwohner gibt es zwei Kindertagesstätten. Die Kita „Waldströper“ aus Weitenhagen bietet Platz für 78 Krippen- und Kindergartenkinder ab 3 Monate. Die Einrichtung „Wilde 9“ in Guest ist ein altersgemischter, eingruppiger Kindergarten mit bis zu 37 Kindern. Dort werden Kinder ab 2 1/2 Jahren betreut. Für die Größeren hält der Jugendclub in Weitenhagen, auf dem Gelände der Kita, Angebote bereit. Die zuständigen Grundschulen befinden sich in Dersekow und Kemnitz. Die weiterführenden Schulen befinden sich in Neuenkirchen, in Gützkow und Greifswald. Sportlich Aktive können sich in zwei Vereinen mit den Sektionen Fußball, Aerobic und Bogenschießen trainieren. Künstlerisch Interessierte können sich in Mal- und Töpferkursen ausprobieren.

In der Gemeinde Weitenhagen existiert eine größere Anzahl von Gewerbebetrieben verschiedener Branchen und eine Freiwillige Feuerwehr. Im Jahr 2000 wurde in Diedrichshagen ein Kunstrasenplatz gebaut, der 2020 erneuert wurde. Mit diesem Platz und dem Sportplatz in Weitenhagen werden dem Sportverein Diedrichshagen 2000 und den Fußballern vom FC Landhagen sehr gute Bedingungen geboten. Ein Bogenplatz am Dorfrand in Diedrichshagen ist die Trainingsstätte landes- und bundesweit erfolgreicher Bogensportler. Die ehemalige Dorfschule wurde zum Gemeindezentrum „Alte Schule“ umgebaut und bietet der Seniorengruppe der Volkssolidarität, der Interessengemeinschaft „Dorfkino“ und der Gruppe „aktives Dorfleben“ ausreichend Platz für ihre Aktivitäten. In Weitenhagen gibt es auch ein, im Jahre 2018 toll renoviertes, Gemeindezentrum „Uns Dörphus“. Dort finden die Sitzungen der Gemeindevertreter statt aber auch Veranstaltungen der Senioren wie Themencafes und Spielenachmittage werden dort durchgeführt.

In Weitenhagen und seinen Ortsteilen finden sich baugeschichtliche Zeugnisse der Vergangenheit, wie in Potthagen das Forsthaus, ein Wohnkaten und die Büdnerei, in Klein Schönwalde das Gutshaus, errichtet zu Beginn des 19. Jhs. sowie in Weitenhagen das 1795 errichtete Küsterhaus und die Kirche. Die Weitenhägener Kirche stammt aus der Gründungszeit des Dorfes, ein Ziegelbau mit romanischen Stilelementen in den ältesten Teilen. Bis 1631 besaß die Kirche einen Glockenturm, heute ist sie mit einem freistehenden hölzernen Glockenstuhl ausgestattet. Ältestes Gebäude in Guest ist das Gutshaus, errichtet um 1800 als bescheidener eingeschossiger Putzbau mit flach vortretendem Mittelrisalit als Eingang.

Der Ort lädt Einwohner und Gäste zu Wanderungen und Ausflügen ein. Von besonderer Schönheit ist der Sölkensee, einer der wenigen Moorgewässer unserer Region, mit dem sich nördlich anschließenden Verlandungsmoor. Dort findet man auch den seltenen Moorfrosch, der sich zur Paarungszeit tief blau färbt. Dieses Schauspiel zieht jedes Jahr viele neugierige Leute an.